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SCR belohnt sich nicht für eine gute Leistung

SCR belohnt sich nicht für eine gute Leistung

20. Januar 2026

- Heimniederlage gegen Bayreuth -

20.01.2026

Der SC Riessersee, der sich momentan auf einem Pre-Playoff-Rang befindet, empfing am (wenig attraktiven) Dienstagabend den Tabellennachbarn Tigers Bayreuth. Platz 9 gegen Platz 8 - das versprach Spannung: Auch wenn die Werdenfelser mit einem Sieg nicht an den Oberfranken vorbeiziehen konnten, so hatten sie doch die Möglichkeit, mit einem Sieg bis auf einem Punkt aufzuschließen. Zu den Langzeitverletzten beim Heimteam gesellten sich an diesem Abend noch Luca Allavena und Tobi Kircher, zumindest Anselm Gerg war aber mit von der Partie. Die „positive“ Seite der aktuellen Verletzten-Misere ist, dass sich ein gewisser Gewöhnungseffekt eingestellt hat und man die Ausfälle eigentlich gut kompensiert.

Zunächst begannen beide Teams vorsichtig, erst nach fast vier Minuten wurde es brenzlig für das von Patrick Mühlberger gehütete SCR-Tor. Bis zum Powerbreak tat sich nicht mehr viel. Dann aber nahm die Begegnung Fahrt auf: Der SCR spielte einen Pass Richtung eigene Spielerbank, um eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis zu entgehen, wurde der Puck nicht angenommen. Die Tigers nutzten die Überzahl-Situation schnell aus und gingen in Führung. Der SCR zeigte sofort eine Reaktion, Höller schoß vom Bullypunkt aber zu unplatziert. Der Garmischer Angriffsschwung wurde durch eine Strafe gegen Leon Neiger jäh gebremst, kurz darauf musste auch Jesse Roach den Weg in die Kühlbox antreten. Das Unterzahlspiel verteidigten die Hausherren aber hervorragend, um kurz darauf mit Glück zum Ausgleich zu kommen: Johannes Steinhübel bekam im Slot den Puck und drosch ihn ansatzlos in die Maschen. Bayreuth zeigte jetzt Nerven, der SC Riessersee machte aber – selbst in Überzahl - nichts daraus.

Das zweite Drittel war eines der vergebenen Torchancen auf Seiten des SCR. Man begann mit dem Powerplay aus Drittel 1 und drückte sofort, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Danach schlichen sich bei Markus Jochers Team Unkonzentriertheiten ein, sowohl offensiv als auch in der Abwehr. Daraus konnte wiederum Bayreuth kein Kapital schlagen – auch weil Mühlberger sicher stand. Über die nachfolgenden Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der erst durch eine Verletzung von Thomas Schmid unterbrochen wurde: Der SCR-Captain bekam den Ellenbogen eines Gegners ins Gesicht. Die Schiedsrichter wollten allerdings kein Foul gesehen haben und zogen auch nicht den Videobeweis, was – zurecht – einen Teil der Zuschauer ziemlich erzürnte. Danach wurde mehr gekämpft als gespielt, vor dem Powerbreak musste Mühlberger nochmals sein ganzes Können aufbieten, damit Bayreuth durch einen 2-auf-1-Konter nicht in Führung ging. Der SCR dann in Überzahl mit etlichen Großchancen, doch man verzog oder traf nur das Torgestänge. Auch bei 5-gegen-5 nochmals eine Doppelchance SCR und kurz darauf ein weiterer Lattentreffer durch Parker Colley. Wie es geht, machten die Franken vor: Aus dem Gewühl heraus stocherten sie die Scheibe zur 2:1-Führung ins SCR-Gehäuse. Colley tauchte dann erneut allein vor dem gegnerischen Tor auf, schoß den Tigers-Goalie Meier - wie so oft am heutigen Abend - nur an.

Im letzten Drittel zeigte der SCR Charakter und spielte mutig nach vorn, viele Scheiben wurden jetzt aufs Tor der Tigers gebracht. Die waren defensiv aber sicher und kamen zudem zu einem Powerplay, in welchem aber auch der SCR, wieder durch Colley, Torchancen hatte. Dank großem Kampf und einem sicheren Torwart überstanden die Weiß-Blauen die nummerische Unterlegenheit. Sieben Minuten vor Schluss hatten viele SCR-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch Roachs Tip-In-Versuch trudelte am Tor vorbei. Auch nach dem Powerbreak hatte Riessersee sofort wieder die Kontrolle, allein Colley vergab zweimal die Chance zum Ausgleich. 

Und so kam es, wie es kommen musste: Torschuss SCR, Abpraller, Konter Bayreuth, 1:3. Das war angesichts der vielen Chancen frustrierend, doch Aufgeben war in diesem wichtigen Spiel keine Option. Weshalb der SCR sofort wieder die Initiative übernahm und Chancen kreierte. Die Tigers hingegen blieben durch Konter gefährlich, spannende Torraumszenen häuften sich. Als Tobi Echtler auf die Strafbank musste, erzielte Bayreuth das vermeintliche 4:1, welches aber wegen Torraumabseits‘ aberkannt wurde. Nach einem Wechselfehler der Oberfranken tat sich die große Möglichkeit für Garmisch auf: Coach Jocher nahm die Auszeit, zog den Torhüter zugunsten eines Feldspielers und prompt traf Höller zum Anschluss. – Vermeintlich, denn auch dieses Tor erkannten die Referees ab (Schlittschuhtor). Der SCR kämpfte bravourös weiter, doch nachdem Colley endlich zum 2:3 treffen konnte, reichten die verbliebenen 24 Sekunden nicht mehr für den Ausgleich.

Tore:

0:1 Bauhof (11.)

1:1 Steinhübel (17.)

1:2 Schusser (39.)

1:3 Bollers (51.)

2:3 Colley (59.)

Strafminuten: SCR 10 – Bayreuth 8

Zuschauer: 1023

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