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SCR schwächt sich selbst und verliert verdient

SCR schwächt sich selbst und verliert verdient

08. Februar 2026
Gut eingestellte Stuttgart Rebels bauen ihren Vorsprung aus


Gegen seinen direkten Konkurrenten aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt war der SC Riessersee am heutigen Sonntagabend zu einem Sieg verdammt, wenn er sich die Chance auf einen Pre-Playoff-Platz erhalten wollte. Denn während er in Passau verlor, konnten die Stuttgarter in Füssen zwei Punkte holen und auf Platz 10 vorrücken. Es ging also um einiges in diesem Heimspiel, denn das Restprogramm der Werdenfelser hat es wahrlich in sich: Bis zum Ende der Hauptrunde am 27.02.2026 heißen die Gegner unter anderem Memmingen, Heilbronn und Tölz.

Folglich war dem SCR in den ersten Phasen der Partie die Nervosität anzumerken. Erst nach dreieinhalb Minuten hatte Parker Colley die erste Torchance. Sein Sturmpartner Nik Armstrong-Kingkade ging gleich darauf auf die Strafbank, doch seine Kollegen blieben in Unterzahl stabil und Andi Mechel hielt gewohnt sicher. Auch Luca Allavena musste nach sechs Minuten eine Strafzeit absitzen, Stuttgart kam aber nur einmal zum Torschuss, während der SC Riessersee auch in Unterzahl durch Colley gefährlich wurde. Armstrong-Kingkade hatte dann bei 5-gegen-5 die bis dato beste Chance, doch auch er verzog.


Nach dem Powerbreak kam Stuttgart wieder auf, doch der SCR machte konsequent die eigene blaue Linie zu. Was durchkam, war sichere Beute von Torhüter Mechel. Dann forcierten die Hausherren wieder ihr Forechecking – mit Erfolg: Zwei Mann wühlten an der Bande hinter der Stuttgarter Torlinie den Puck frei, im Slot stand Alavena und brachte die Scheibe durch die Schoner des Rebels-Goalies zum 1:0 ins Tor. Danach folgte ein Überzahlspiel für Weiß-Blau, doch Gefahr drohte bei einem schnellen Stuttgarter Konter eher dem eigenen Tor. Zu allem Überfluss pfiffen die zunächst sehr kleinlichen Schiedsrichter auch gegen Jesse Roach eine Strafe, so dass es nach kurzem 4-gegen-4 für sein Team wieder ins Penaltykilling ging. Abermals brachte man die Unterzahl wieder clever über die Zeit und hatte in den letzten beiden Minuten sogar noch gute Chancen durch Tim Hettich und erneut Armstrong-Kingkade.


Im Mitteldrittel begann der SCR mit Schwung und hatte auch einige Torschüsse, das Tor fiel aber auf der anderen Seite: Zwei SCR-Spieler nahmen an der Bande einen Stuttgarter in die Zange, so dass Rebels-Verteidiger Fischer frei zum perfekten Schlagschuss kam. Stuttgart bekam nach dem 1:1 sichtbar Aufwind, wobei eigentlich nur die erste Reihe um Alex Blais Gefahr ausstrahlte. Nach dem Powerbreak gab es eine Strafe gegen Stuttgart, im nachfolgenden Powerplay wurde immer wieder Robin Soudek gesucht, dessen gefürchtete Schlagschüsse jedoch ungenau waren. An der eigenen Bande leistete sich ein SCR-Verteidiger dann einen kapitalen Fehler, der Stuttgart in Unterzahl die 2:1-Führung bescherte. Danach verloren die Werdenfelser den Faden und auch Soudek, denn der musste nach einem zu harten Check für das restliche Spiel vom Eis. In der fünfminütigen 5-gegen-4-Überzahl erzielten die Gäste aber nur einen Treffer zum 3:1. Den sah Colley, der beste Penalty-Killer des SCR, nicht. Er ging mit einer Beinverletzung in die Kabine, kam aber zum Drittelende zwar aufs Eis und wurde den Rest des Spiels aber geschont.


Der SCR begann das Schlussdrittel mit ca. einer Minute Überzahl und dem vorhersehbaren Null-Effekt. Und während im Anschluss Leon Neiger völlig allein vor dem Stuttgarter Tor am guten Schlussmann Vieregge scheiterte, machten die Gäste alles klar: Mit zwei Pässen kamen sie ins Garmischer Drittel und ein trockener Handgelenkschuss brachte ihnen das 4:1. Der SCR gab nicht auf, aber die Rebels machten den Slot konsequent zu. Als auch noch das 5:1 für die Gäste fiel, war die Luft endgültig raus. Mechel verließ sein Tor zugunsten von Patrick Mühlberger, der gleich zu tun hatte, denn jeder Angriff der Schwaben brachte jetzt Gefahr. Danach beschränkten diese sich wieder auf Icings und spielten auf Zeit. Beim SCR hingegen lagen die Nerven etwas blank, denn was die Zebras 35 min. lang überkleinlich geahndet hatten, war jetzt keinen Pfiff mehr wert. Nur gut, das sich dann alle Spieler wieder fingen und der Rest des Spiels fair absolviert wurde. Armstrong-Kingkade hatte noch zwei gute Chancen, Höller machte noch das 2:5, aber das war’s dann. Immerhin bekamen alle SCR-Youngster noch Eiszeit, doch Rebels-Goalie Vieregge zeigte sich bis zum Abpfiff hochmotiviert.


Tore:
1:0 Allavena
1:1 Fischer
1:2 Geidl
1:3 Lammel
1:4 Herm
1:5 Gorontzy-Slack
Strafminuten: SCR 31 – Stuttgart 6
Zuschauer: 1040

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