SCR siegt in Höchstadt und verabschiedet sich mit Ausrufezeichen aus 2025
30. Dezember 2025
Man of the Day: Jesse Roach schnürt Hattrick – Werdenfelser trotzen allen Widrigkeiten
Tore:
0:1 Roach (07:24)
1:1 Eriksson (30:45/PP1)
2:1 Gron (31:09/PP1)
2:2 Roach (47:58)
3:2 Jelavic (52:46)
3:3 Allavena (57:16)
3:4 Roach (62:20)
Zuschauer: 1112
Zum letzten Oberliga-Spieltag des Jahres 2025 gastierte der SC Riessersee bei den Höchstadt Alligators aus Mittelfranken, nahe Nürnberg, am Rande des Steigerwalds. Unter denkbar schwierigen Voraussetzungen zeigten die Weiß-Blauen von der Zugspitze große Moral, Willenskraft und Teamgeist – und belohnten sich mit einem verdienten 4:3-Auswärtssieg nach Verlängerung.
Personelle Sorgen vor dem Jahresabschluss
Trainer Markus Jocher musste auf gleich acht Spieler verzichten. Neben den Langzeitverletzten Robin Soudek und Lubor Dibelka fiel auch Tobi Kircher mit einer Unterkörperverletzung aus und wird mehrere Wochen fehlen. Krankheitsbedingt fehlten Quirin Glas-Bader, Luis Jäckle, Kilian Raubal und Chris Chyzowski, zudem war Yannick Stein beim DEL2-Kooperationspartner Rosenheim im Einsatz. Unterstützung kam aus der U20 mit Benedict Chyzowski, Christian Pelg und Johannes Mittermeier.
Erstes Drittel – Frühe Führung für die Werdenfelser
Trotz des dezimierten Kaders fanden die Garmisch-Partenkirchner schnell ins Spiel. Bereits in der ersten Minute hatte Jesse Roach nach Vorlage von Parker Colley die erste Großchance. Wenig später vergab auch Yan Armstrong-Kingkade nur knapp. Auf der Gegenseite hielt Andi Mechel mit einem starken Big Save gegen Guft-Sokolov die Null fest.
Der Lohn folgte in der 8. Minute: Nach einem schnörkellosen Angriff über Tobi Echtler und Parker Colley vollendete Jesse Roach per Direktabnahme zum 0:1. In einer ausgeglichenen Partie blieb es bis zur Pause bei der knappen, aber verdienten Führung der Weiß-Blauen – auch dank eines weiteren starken Saves von Mechel gegen Vincent Jiranek.
Mittelabschnitt – Matchstrafe als Wendepunkt
Der zweite Abschnitt begann erneut mit einer SCR-Chance, doch danach übernahmen die Alligators zunehmend die Kontrolle. Andi Mechel rückte immer mehr in den Fokus und parierte in der 24. Minute sogar einen Penalty von Tyler Gron.
Kurz nach der Spielhälfte kam es zur Schlüsselszene: Nach einer Auseinandersetzung zwischen Roman Zap und Thomas Schmid erhielt der SCR-Verteidiger eine umstrittene Matchstrafe. Das folgende Powerplay nutzten die Alligators eiskalt und drehten die Partie binnen 24 Sekunden durch Treffer von Eriksson und Gron auf 2:1. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.
Schlussdrittel – Moral, Wille und ein Roach-Showdown
Im letzten Drittel waren die Werdenfelser die klar aktivere Mannschaft. In Überzahl vergaben Risk, Armstrong-Kingkade, Höller, Steinhübl und Colley beste Chancen. Doch ausgerechnet der zum Stürmer umfunktionierte Verteidiger Jesse Roach sorgte für den verdienten 2:2-Ausgleich.
Nach dem erneuten Rückstand durch Jelavic (52:46) gaben die Weiß-Blauen nicht auf. 164 Sekunden vor dem Ende traf Luca Allavena zum umjubelten 3:3. Der SCR wollte mehr – doch die Entscheidung fiel erst in der Overtime.
Dort hatte Jesse Roach seinen großen Moment: Mit seinem dritten Treffer des Abends erzielte er den 4:3-Gamewinner und krönte einen leidenschaftlichen Auftritt der Weiß-Blauen, die trotz aller Rückschläge die Punkte verdient mit ins Werdenfelser Land nahmen.
Weiter geht es allerdings bereits am Freitag, 2.1. mit dem Auswärtsspiel des SCR in Deggendorf und das erste Heimspiel im neuen Jahr ist am Sonntag, 4.1. um 18 Uhr gegen die Erding Gladiators. Tickets sind online unter http://bit.ly/scr-ticketshop sowie ab 90 Minuten vor Spielbeginn an der Abendkasse erhältlich.
Alle Begegnungen werden live in Full-HD bei Sprade.TV übertragen.
Tore:
0:1 Roach (07:24)
1:1 Eriksson (30:45/PP1)
2:1 Gron (31:09/PP1)
2:2 Roach (47:58)
3:2 Jelavic (52:46)
3:3 Allavena (57:16)
3:4 Roach (62:20)
Zuschauer: 1112
