Früher Rückstand als Hypothek
16. Januar 2026
Heilbronner Falken bestrafen schwachen Start – SCR unterliegt deutlich
Am 16.01.2026 empfing der SC Riessersee die Heilbronner Falken im Olympia-Eissportzentrum Garmisch-Partenkirchen. Vor 1.204 Zuschauern erwischten die Weiß-Blauen jedoch einen rabenschwarzen Start und mussten sich dem Tabellendritten am Ende klar geschlagen geben. Eine verschlafene Anfangsphase entschied die Partie früh zugunsten der Gäste.
Heilbronn eiskalt – SCR kommt nie richtig ins Spiel
Dabei reisten die Falken mit einem sehr kurzen Kader ins Werdenfelser Land: nur neun Stürmer und fünf Verteidiger standen zur Verfügung. An Offensivqualität mangelte es den Gästen dennoch keineswegs. Bereits nach 11:40 Minuten stand es 0:3 aus Sicht der Garmisch-Partenkirchner – eine Hypothek, von der sich der SCR nicht mehr erholen sollte.
Das frühe 0:1 entstand unter tatkräftiger Mithilfe der Riesserseer Defensive. Der fast 40-jährige Frederic Cabana zog von außen nach innen, ließ mehrere Verteidiger wie Slalomstangen stehen und überwand auch Andi Mechel im SCR-Tor. Keine drei Minuten später folgte das 0:2 durch einen Distanzschuss von der blauen Linie. SCR-Coach Markus Jocher reagierte umgehend mit einer Auszeit – sichtbar verärgert richtete er deutliche Worte an sein Team.
Zwar setzten die Werdenfelser anschließend erste offensive Akzente, doch erneut waren es die Gäste, die zuschlugen. Ein weiterer Schuss von der blauen Linie – möglicherweise noch abgefälscht – fand den Weg zum 0:3 ins Tor. Auch ein Powerplay brachte dem SCR keine Wende: zu fahrig, zu ungenau war das Aufbauspiel in der Angriffszone.
Bessere Phase ohne Ertrag
Im Mittelabschnitt präsentierten sich die Weiß-Blauen deutlich engagierter. Jesse Roach, Tobi Kircher, Tim Hettich und Yan Armstrong-Kingkade hatten gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, scheiterten jedoch allesamt am starken Heilbronner Torhüter Patrick Berger.
Auch in Unterzahl hatte der SCR Pech: Parker Colley gewann ein Laufduell gegen Heilbronns Goldhelm Calder Anderson, konnte Berger aber nicht überwinden. Kurz darauf musste Anderson selbst auf die Strafbank, doch auch dieses Powerplay der Werdenfelser verpuffte wirkungslos.
Doppelschlag entscheidet die Partie
Das Schlussdrittel ähnelte dem ersten Abschnitt: Heilbronn schlug früh und effizient zu. Zwei Treffer in kürzester Zeit – ein ansatzloser Schuss ins Kreuzeck und erneut ein Distanzschuss von der blauen Linie – sorgten in der 47. Minute für die endgültige Entscheidung. Der Treffer zum 0:6 durch Cabana in der 56. Minute hatte schließlich nur noch statistischen Wert.
Am Ende blieb die Erkenntnis: Gegen einen abgezockten Gegner wie die Heilbronner Falken darf man sich keine derart schwache Anfangsphase erlauben.
Das nächste Heimspiel ist dann am Dienstag, 20.1.2026 um 20 Uhr mit der Begegnung gegen Bayreuth. Tickets sind online unter http://bit.ly/scr-ticketshop sowie ab 90 Minuten vor Spielbeginn an der Abendkasse erhältlich. Alle Begegnungen werden live in Full-HD bei Sprade.TV übertragen.
Tore:
0:1 Cabana (01:23)
0:2 Plauschin (04:01)
0:3 Mapes (11:40)
0:4 Jentsch (46:34)
0:5 Plauschin (47:15)
0:6 Cabana (55:33)
Zuschauer: 1204
