Knappe Niederlage für den SCR
24. Oktober 2025Schwaches Powerplay und clevere Bayreuther verhindern Punktgewinn
Die Tigers Bayreuth kamen am „SCR-Heimatabend“ als punktgleicher Tabellenzehnter ins Olympia-Eissportzentrum. Aber egal, wo der Gegner in der Tabelle stand, es sollten diesmal alle drei Punkte eingefahren werden - allein den treuen Fans zuliebe.
Zu Beginn sahen die 1331 Zuschauer einen hochmotivierten SC Riessersee, der schnell kombinierte und sich gleich gute Tormöglichkeiten erarbeitete. Eine erste Überzahlsituation für die Weiß-Blauen blieb jedoch ungenutzt, was den Oberfranken Aufwind verlieh. Das Spiel war nun offener, beide Mannschaften kamen immer wieder zu Konterchancen, der SCR eindeutig zu den klareren. Auch in Unterzahl war der SCR immer wieder torgefährlich, Colley hatte gleich zwei Riesenmöglichkeiten, nur die Latte des Bayreuther Tores war im Weg.
Danach spielte Garmisch zu umständlich, Bayreuth hingegen kombinierte einfach aber effektiv undMühlberger bekam einiges zu tun, die Null zu halten. In Unterzahl des SCR war aber auch er machtlosgegen den Abstauber von Ex-SCR-Spieler Verelst. Jetzt bemühten sich die Spieler von Hunor Marton, mehr Druck auf das gegnerische Tor auszuüben, gefährlicher waren allerdings die Gäste mit ihren Kontern. Doch Mühlberger bewies wieder einmal, warum er in 1-zu-1-Situationen sehr schwer zu
bezwingen ist. Ein weiteres Überzahlspiel des SCR blieb wieder ohne Treffer. Im 2. Drittel begann der SCR stark, Höller setzte vor dem Tor energisch nach und drückte seinen eigenen Schlenzer im zweiten Versuch über die Linie. Die Freude über den Ausgleich währte nicht einmal drei Minuten, dann führte ein leichter Puckverlust wieder zu einem Konter der Tigers und zu deren 2:1-Führung. In Überzahl leisteten sich die Oberfranken dann aber einen dicken Schnitzer und auf Neigers Pass konnte Soudek ausgleichen. Danach war Verelst wieder hellwach und fälschte einen Schlagschuss gekonnt ab, so dass Mühlberger den Puck aus den Augen verlor und der Tigers-Stürmer mühelos einschieben konnte
Mühe hatte der Belgier dann alllerdings, als er SCR-Stürmer Stein zu einer Rauferei zwang. Der Rosenheimer Leihspieler wehrte sich nach Kräften und verpasste dem Provokateur einige gute „Watschn“. Beide wanderten folglich je 5 min. auf die Strafbank. Danach verlor der SCR erst den Überblick im eigenen Drittel, dann den Puck wieder im Angriff, was der Bayreuther Brown zu zwei Treffern nutzte. Nach nur 13 Sekunden allerdings verwertete Neiger einen Schuss von Dibelka und der SCR ging „nur“ mit zwei Toren Rückstand in die Kabine: 3:5 der Spielstand. Im Schlussabschnitt hatte der SC Riessersee sofort gute Chancen und holte sich nach zwei Minuten
eine Überzahl – leider wieder ohne dabei Zählbares herauszuholen. Bessere Chancen ergaben sich bei 5-gegen-5, aber entweder die Schüsse gingen knapp am Tigers-Gehäuse vorbei oder der Schlussmann stand – eher zufällig - im Weg. Nach einem wiederum erfolglosen Überzahlspiel der Weiß-Blauen warf der SCR – fast schon verzweifelt - jede Scheibe zum Tor und prompt fiel der Anschlusstreffer. Stein hatte einen Schlenzer von Echtler unhaltbar abgefälscht.
Als nun noch ein Bayreuther nach Bandencheck an Allavena eine 5-plus-Spieldauerstrafe erhielt, hätte der Ausgleich fallen müssen! Doch waren die Tigers durch Konter gefährlicher als die Werdenfelser mit einem Mann mehr. Die Kräfte, besonders der ersten Garmischer Sturmreihe, waren sichtlich geschwunden. Als dann SCR-Coach Marton versuchte, mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen, besorgte Bollers den 4:6-Endstand durch einen Schuss ins leere SCR-Tor.
Tore:
0:1 Verelst (14.)
1:1 Höller (22.)
1:2 Piskor (25.)
2:2 Soudek (28.)
2:3 Verelst (32.)
2:4 Brown (38.)
2:5 Brown (40.)
3:5 Neiger (40.)
4:5 Stein (50.)
4:6 Bollers (EN, 60.)
Strafminuten: SCR 13 - Bayreuth 38
Zuschauer: 1331
