Mund abputzen, weitermachen – Tore schießen!
29. Januar 2026Der SC Riessersee hat es in den nächsten beiden Spielen erst mit dem Tabellenschlusslicht und dann mit dem Tabellenführer zu tun. So geht es zunächst am Freitag zum EV Füssen. Der Altmeister aus dem Allgäu spielt schon deutlich länger als der SCR in der Eishockey-Oberliga und musste sich sogar schon von ganz unten in die dritthöchste deutsche Spielklasse zurückkämpfen. Mit einer ähnlichen Tradition wie der unseren (der EVF ist sogar ein Jahr älter) und seiner nach wie vor beachtlichen Jugendarbeit und Talentschmiede genießt der Traditionsverein deutschlandweit Bekanntheit und Respekt eine weitere Parallele zum SC Riessersee. Es verbindet uns also mehr, als uns trennt.
Leider aber war es der 1. Mannschaft des EVF nur noch äußerst selten vergönnt, an der Tür zur nächsthöheren Spielklasse DEL 2 anzuklopfen. Deshalb war der Verein – zumindest aus Garmisch-Partenkirchener Sicht - eigentlich immer das Negativbeispiel: Nie wollte man nur „mitspielen“ und in der „Bedeutungslosigkeit“ der Drittklassigkeit verschwinden - ohne eine Chance, an bessere Zeiten anzuknüpfen. – Wie wir alle aber wissen, hängt sportlicher Erfolg heutzutage in erster Linie mit Finanzkraft zusammen. Und an letzterer krankt es leider bei beiden. Sportlich gesehen jedoch, mangelt es weder bei den Füssenern, noch bei uns an Ambitionen oder Engagement, sei es bei den Verantwortlichen der Profi-Abteilung oder bei den vielen Ehrenamtlichen im Stammverein. Es gilt eben, den Weg der kleinen Schritte zu gehen. Weshalb wir unseren Allgäuer Nachbarn (und auch uns) wünschen, dass es sportlich spannend bleibt, aber auch größere Ziele bald wieder in Reichweite kommen.
Das aktuelle Ziel des SC Riessersee ist das Erreichen der Pre-Playoffs. Unsere Nummer 12, Johannes Steinhübl, hat sich mit uns über dieses Thema ausgetauscht: „Ich denke, dass die Playoffs etwas Besonderes sind und es kann schon sein, dass die Anspannung bei dem ein oder anderen Spieler wächst. Ich kann das noch nicht wirklich behaupten, da es meine ersten Playoffs [im Profibereich] sind.“ Der junge Stürmer steht momentan bei 16 Scorerpunkten (6 Tore, 10 Assists). Dazu sagt er: „Für mich sind Statistiken weniger wichtig, aber natürlich ist es schön zu treffen. Aber man kann schon sehen [anhand von Spielerstatistiken], wer beim Gegner gefährlich ist und auf wen man achten sollte.“
Zum Deggendorfer SC, Tabellenführer und Heimspiel-Gegner am Sonntag (18:00 Uhr, OEZ), ist nicht viel zu sagen. Zwar ist der ECDC Memmingen bis auf zwei Punkte an die Niederbayern herangerückt, doch wer will bei einer Quote von 35 Siegen in 42 Spielen schon herumkritisieren? Der DSC hatte in allen drei direkten Vergleichen mit uns die Nase vorn, wobei sich unser Team bei der 2:4-Auswärtsniederlage noch am besten geschlagen hat. Wenn der SCR den Tabellenführer wirklich ärgern will, muss die Torquote allerdings wesentlich besser werden. Die mangelnde Chancenverwertung war in den letzten Heimspielen meistens der Grund dafür, dass die Punkte an den Gegner gingen.
Dass Trainer Markus Jocher seinem Team nach dem Heimspiel gegen Bayreuth (Ergebnis 2:3, Torschüsse 38:29) „zur Strafe“ Schusstraining verordnete, musste Johannes Steinhübl dementierte mit einem Schmunzeln.
Tickets für die Heimspiele gibt es in unserem Onlineshop: ttps://www.scriessersee.de/tickets/online-ticket-shop oder zu den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle vor Ort am Stadion. Die Abendkasse wird 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet. Sämtliche Begegnungen werden live auf Sprade.TV übertragen.
