SCR scheidet gegen Hannover aus den Playoffs aus

-Aufbäumen der Werdenfelser wird nicht belohnt -

Das vierte Spiel der Achtelfinalserie war für die Weiß-Blauen nichts anderes, als ein „Do or Die“-Spiel. Ein Sieg musste her, egal wie – ansonsten ist die Saison 2021/22 beendet. Den besseren Start ins Spiel erwischten hingegen erstmal die Gäste aus Niedersachsen. Die Garmisch-Partenkirchner brauchten ein paar Minuten um sich gegen das aggressive Forechecking freizuschwimmen. Die Truppe von Pat Cortina rackerte, als ob es kein Morgen gäbe. Und es entwickelte sich ein typisches Playoffhockeyspiel, welches mit offenen Visier geführt wurde. Chancen gab es für beide Teams, die besten hatten vermutlich Luca Allavena und Sebastian Cimmerman mit einem frechen Move, den allerdings Hannovers Schlussmann Brett Jaeger quasi roch und vereiteln konnte. Daniel Allavena im Gehäuse des SCR steht dem 39jährigen Routinier aus Kanada in nichts nach, in der 14. Spielminute vereitelte der 23jährige mit einem Monstersave die beste Einschussmöglichkeit der Scorpions durch Raabe. Es sollten aber auch noch Tore in diesem Abschnitt fallen. Zunächst waren die Weiß-Blauen vom SCR in Überzahl erfolgreich. Aziz Ehliz verwertete ein perfektes Zuspiel von Florian Vollmer, der Verteidiger überwand am langen Pfosten Brett Jaeger zum 1:0. Exakt drei Minuten später und wiedermal zu einem ungünstigen Zeitpunkt – nämlich 23 Sekunden vor Drittelende – waren dann die Gäste - ebenfalls in Überzahl - erfolgreich. Hannover versteht es, zum psychologisch richtigen Zeitpunkt die Tore zu erzielen. Auch im Mittelabschnitt kämpften die Werdenfelser um jeden Zentimeter Eis und kamen zu Chancen. Lindner, Kronawitter, Wilhelm und Seidl, der knapp am Tor vorbeischlenzte. Der SCR hatte ein Chancenplus und war optisch überlegen. Aus dem Nichts kamen die Gäste zum 2:1 Führungstreffer in der 28. Minute. Die passende Antwort hatte Simon Mayr nur zwei Minuten später parat. Das Spiel war also wieder ausgeglichen. Aus zentraler Position kam der Verteidiger frei zum Schuss und der passte genau. Was die Garmischer können, können aber auch die Niedersachsen – nämlich auch die richtige Antwort liefern. Nur 33 Sekunden nach dem Ausgleichstreffer gingen die Gäste erneut in Führung. 2:3 aus SCR Sicht – Spannung pur im Bundesleistungszentrum zu Füssen. Der SCR drückte auf den Ausgleich, Stephan Wilhelm packte zwei Schlagschüsse von der blauen Linie aus, beide Schüsse fanden nicht den Weg ins Tor der Gäste. In Überzahl waren dann die Scorpions erneut erfolgreich, Gron wartete im Slot auf den Rebound und verwertete zur komfortablen zweitore Führung. Und wieder fiel das Tor zu einem psychologisch falschen Zeitpunkt für den SCR, nur drei Minuten vor dem Drittelende.

Dem SC Riessersee war deutlich anzusehen, dass sie noch keine Lust auf Sommerpause haben. Sie stemmten sie sich gegen die drohende Niederlage, kamen mit einer großen Portion Wut aus der Kabine und wollten das Spiel nochmal in die andere Richtung bringen. Frei nach dem Motto: „It ain't over till the fat lady sings”. Die Werdenfelser drückten auf den Anschluss, aber das Tor machten erneut die Gäste (42.) zum 2:5. Die Garmisch-Partenkirchner gaben sich nicht auf, kamen durch Soudek, Israel und auch Mayr zu Chancen, aber irgendwas verhinderte immer den Torerfolg. Entweder stand Brett Jaeger im Weg oder einfach ein Schläger eines Verteidigers. Fünf Minuten vor Schluß ging Pat Cortina volles Risiko und holte Daniel Allavena zu Gunsten eines zusätzlichen Stürmers vom Eis. Die Gäste kamen dann noch zum EmptyNetGoal drei Minuten vor dem Ende. Den Schlusspunkt setzte Simon Mayr, sein Rückhandschuss zum 3:6 kam etwas zu spät um nochmal alles auf eine Karte zu setzen. Mit der Niederlage ist die Saison für den SC Riessersee beendet.


Glückwunsch an die Hannover Scorpions, die sich in der Serie am Ende durchsetzen konnten. Wir wünschen dem Team aus der Wedemark weiterhin viel Glück im weiteren Saisonverlauf.


Tore: 1:0 A.Ehliz (16:37/PP1), 1:1 M.Hammond (19:37/PP1), 1:2 L.Trattner (27:58), 2:2 S.Mayr (30:00), 2:3 M.Hammond (30:33), 2:4 T.Gron (36:40/PP1), 2:5 J.Nijenhuis (41:54), 2:6 T.Gron (56:57/ENG), 3:6 S.Mayr (57:53)