SCR unterliegt in Bad Tölz mit 5:3

- Marlon Wolf zur näheren Untersuchung im Krankenhaus   -

Auch für Eishockeyteams ist die Vorbereitung kein Honigschlecken. Sieben teils sehr harte Eiseinheiten steckten den Werdenfelsern von der vergangenen Woche in den Knochen, daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Tölzer Löwen zunächst den besseren Start ins Spiel hatten. Die Gastgeber wirkten über die gesamte Spielzeit einen Tick spritziger. Bereits nach 90 Sekunden fühlte sich niemand der SCR-Defensivabteilung für Grant Besse zuständig, der völlig frei vor Michael Boehm die 1:0 Führung für die Löwen besorgen konnte.
Im Anschluss kam der SCR deutlich besser ins Spiel, allerdings ohne sich die ganz großen Chancen herauszuspielen. Knaub zeigte sich beim SCR als größter Aktivposten. Bei seinen ersten zwei Versuchen konnte er den Torhüter der Tölzer Löwen Marco Wölfl nicht in Verlegenheit bringen -als Wölfl kurzzeitig die Orientierung im Torraum verlor war es wieder Knaub mit einer Doppelchance zum Ausgleich, doch auch diese beiden Versuche fanden nicht den Weg ins Ziel.
Das Spiel Insgesamt von beiden Seiten sehr zerfahren und auch mit einigen Strafen versehen. Hörmann hatte für die Gastgeber noch die größte Gelegenheit auf 2:0 zu stellen, aber Böhm konnte parieren. So ging es mit 1:0 für Tölz in die erste Pause. 1
Die Tölzer kamen mit viel Schwung aus der Kabine und erzielten kurz nach dem Wiederanpfiff in Überzahl durch Thomas Merl das zwischenzeitliche 2:0. Als dann auch Kilian Raubal in die Kühlbox musste und sich die Gastgeber um das dritte Tor bemühten wurde Benjamin Kronawitter auf die Reise geschickt. Der nutzte die Chance zum 2:1 Anschlusstreffer.
In der Folge konzentrierten sich beide Mannschaften dann eher darauf den Gegner am Tore schießen zu hindern. Die wenigen Gelegenheiten, die zugelassen wurden, konnten von den beiden Torhütern vereitelt werden. Insgesamt aber die Hausherren mit der größeren Anzahl an Möglichkeiten. Lubor Dibelka war es schließlich, der von Tom Horschel perfekt freigespielt wurde - der 38-jährige musste dann nur noch ins leere Tor einschieben. Diese Kombination der Ex-Riesserseer besorgte damit den Zwischenstand von 3:1 zur zweiten Drittelpause. Zum Schlussabschnitt fehlte Marlon Wolf. Der 19jährige blockte im Mittelabschnitt einen Schuss und musste verletzt vom Eis. Der 19jährige wurde zur genauen Untersuchung in die Unfallklinik Murnau gebracht.
Im letzten Drittel zeichnete sich ein ähnliches Bild ab wie in den beiden Dritteln zuvor. Die Löwen hatten mehr Spielanteile und konnten sich immer wieder im Drittel der Weiß-Blauen festsetzen. Der SCR nur noch selten mit gefährlichen Gegenstößen. Grant Besse erzielte mit seinem zweiten Tor an diesem Abend das 4:1. Das Spiel plätscherte vor sich hin, weiter gab es Strafen auf beiden Seiten. Fast aus dem Nichts erzielte Robin Soudek bei 4 vs 4 das zweite Tor für den SCR. Das weckte nochmal die Lebensgeister des Werdenfelser und ließ die schweren Beine vergessen. Der Anschlusstreffer weckte auch die mitgereisten SCR Fans auf, die ihre Weiß-Blauen nochmal lautstark anfeuerten.
Die Offensivbemühungen ab der 55. Minute kamen allerdings zu spät. Tölz spielte clever und brachte das Ergebnis über die Zeit. In den letzten beiden Spielminuten wurde es nochmal hitzig als bei zwei Situationen die Protagonisten aneinandergeraten sind. Derby bleibt eben Derby.
Als sich die 798 Zuschauer schon mit einem 4:2 arrangiert haben brachte Felix Linden den SCR nochmal auf 4:3 heran. Pat Cortina holte Boehm vom Eis und versuchte mit einem zusätzlichen Stürmer nochmal alles. Aber auch in den letzten 52 Sekunden wollte der Ausgleich nicht gelingen. Stattdessen besorgte Tyler McNeely mit der Schlusssirene den 5:3 Endstand ins verwaiste Tor der Werdenfelser.
Das nächste Heimspiel findet kommenden Sonntag, 19.09.21 um 18 Uhr gegen die Starbulls Rosenheim statt.


Tore: 1:0 (01:34) Grant Besse, 2:0 (22:18/PP1) Thomas Merl, 2:1 (25:53) Benjamin Kronawitter, 3:1 (36:11) Lubor Dibelka, 4:1 (47:06) Grant Besse, 4:2 (52:05) Robin Soudek,, 4:3 (59:08) Felix Linden, 5:3 (59:59/ENG) Tyler McNeely