Nach drei Niederlagen in Folge, meldete sich die Mannschaft des SC Riessersee mit einem ungefährdeten 6:2 Erfolg gegen den ESV Kaufbeuren zurück. Gerade die erste Angriffsreihe -Dibelka, Vollmer und Appel- zeigte Traumkombinationen die jedes Eishockeyherz höher schlagen lassen. Und nebenbei erwähnt, diese Combo zeichnete für immerhin vier von sechs Treffern verantwortlich.
Bereits in der Anfangsphase merkte man dem gesamten SCR Team an, dass sie Wiedergutmachung für die 14 Gegentore des letzten Wochenendes betreiben wollten und bereits nach 61 gespielten Sekunden hatte Sepp Staltmayr die erste hochkarätige Einschussmöglichkeit auf dem Schläger. Es dauerte lediglich bis zur 4.Minute, bis die Fans in der Ostkurve zum ersten Mal jubeln durften. David Appel schloss eine blitzsaubere Kombination zum 1:0 ab. Die mitgereisten Kaufbeurer Fans konnten keine zwei Minuten später den zwischenzeitlichen Ausgleich von Grosch bejubeln. Der Stürmer drosch den Puck humorlos in die Maschen von Hardi Wild’s Gehäuse. Das Spiel ging rauf und runter. In der 12.Minute erzielte David Appel in Überzahl die erneute Führung für die Weiß-Blauen. Kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts schlenzte Kapitän Tim Regan den Puck in Richtung Kaufbeurer Tor, Torhüter Vajs konnte nur abprallen lassen und Michael Rimbeck stand goldrichtig um den Abpraller zum 3:1 zu verwerten.
Der „Goldhelmträger“ des SCR Lubor Dibelka durfte in der 27.Minute auch mal ran und markierte das zwischenzeitliche 4:1. Nur drei Minuten später hatten die Gäste in Überzahl die Möglichkeit das Ergebnis zu korrigieren. Kaum hatte sich Christian Völk auf die Strafbank gesetzt, zappelte der Puck im Netz des SCR. Die Strafzeit dauerte gerade mal 14 Sekunden. Äußerst unglücklich prallte der Puck von der Bande zurück und Kaufbeurens Nummer 29 McFeeters hatte keine Mühe die Scheibe im Tor unterzubringen. Mit dem Ergebnis von 4:2 ging es dann auch in die zweite Drittelpause.
Gleich zu Beginn des Schlußabschnitts machte der Topscorer des SCR Lubor Dibelka mit seinem siebten Saisontreffer alles klar. Der gebürtige Tscheche semmelte den Puck „Top Shelf“ unter die Latte des Tores zum 5:2. Vor einigen Jahren erklärte Michi Leopold -wohl einer der besten Eishockeykommentatoren im deutschen Fernsehen- den Begriff „Top Shelf“ kurz und trocken– „das ist da, wo die Mammi die Kekse versteckt“.
Den Schlusspunkt vor 1745 Zuschauern setzte Greg Collins zum 6:2. Auf der anschließenden Pressekonferenz wurde bekannt gegeben, dass der verletzte Verteidiger Tyson Marsh am kommenden Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Benjamin Barz wird erst nach der DeutschlandCup Pause zurück erwartet.