Lieblingsgegner sind immer noch die Heilbronner Falken – Dibelka und Barz erzielen jeweils zwei Tore
Garmisch-Partenkirchen, 23.09.11 - „Ich habe langsam keine Lust mehr nach Garmisch zu kommen. Ein neues Jahr, aber ein altes Ergebnis für uns“ so Falken Trainer Ricco Rossi auf der Pressekonferenz. Heilbronn liegt dem SC Riessersee nach wie vor, die Heimbilanz kann sich gegen die Württemberger sehen lassen: 15 Spiele und davon 13 Siege.
Überraschend mit einem 4:2 Sieg gegen die Heilbronner Falken feierten die Weiß-Blauen die Rückkehr in die 2.Bundesliga. Vor nur 1464 Zuschauern zeigte die Mannschaft von Zdenek Travnicek viel Herz, Kampf, hohe Laufbereitschaft und zeitweise schnelle Kombinationen. Das hohe Tempo das die Gäste von Beginn an zeigten, konnten die Werdenfelser mühelos mitgehen und erarbeiteten sich die besseren Torchancen. Kapitän Tim Regan scheiterte nach fünf Minuten an Heilbronns Riesen im Tor Todd Ford. Greg Collins und Tobi Biersack zogen ebenfalls gegen den AHL-Erfahrenen Torhüter den Kürzeren. Heilbronn generierte erst nach rund 17 gespielten Minuten die erste große Torchance, der Topstürmer Urquart scheiterte am herausragenden SCR Keeper Hardi Wild. Dann kam die 18.Minute – Mittelstürmer Flori Vollmer passte den Puck auf den im vollen Lauf befindlichen Lubor Dibelka und der Tscheche schlenzte die Hartgummischeibe ins rechte Kreuzeck des Tores zum 1:0. Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten David Appel (20.), Greg Collins (23.) und Lubor Dibelka (25.) die Möglichkeit das Ergebnis für den SCR nach oben zu schrauben, allerdings fanden die drei Offensivkräfte ihren Meister in Heilbronns Torhüter. Auf der anderen Seite konnte sich Hardi Wild mehrfach mit Glanzparaden auszeichnen. In der 27.Minute war „Hardi“ dann machtlos, Fendt hob den Puck zum 1:1 unter die Latte des Tores. Der SCR zeigte sich durch den Ausgleich in keinster Weise geschockt und verstärkte seine Bemühungen auf eine erneute Führung. In Überzahl hämmerte Benjamin Barz einen Gewaltschuss in der 30.Minute knapp über das Tor – nur eineinhalb Minuten später zielte „Barzi“ besser und markierte mit einem sehenswerten Schuss das 2:1.
Zu Beginn des Schlussabschnitts drängten die Falken auf den erneuten Ausgleich und man sah das Potential der Falkenmannschaft. Diese Spitzenmannschaft nutzt Fehler des Gegners gnadenlos aus, so geschehen in der 43.Minute, wo der Kapitän der Heilbronner Luigi Calce quasi zum 2:2 eingeladen wurde. Er stand mutterseelenallein vor Hard Wild und konnte ihn quasi noch fragen wo er den Puck hinhaben möchte. Durch zwei Undiszipliniertheiten schwächten sich die Gäste selbst, in der 44.Minute durfte Francis Lemieux wegen eines Checks gegen den Kopf von Brock Sheahan vorzeitig zum Duschen gehen. Und in der 53.Minute kam Leveille noch dazu, er checkte versehentlich Lubor Dibelka etwas heftiger in die Bande. Der Kanadier entschuldigte sich mehrfach beim Stürmer des SCR. Das Überzahlspiel ist noch verbesserungswürdig, es kam nur ein Treffer bei rund 10 Minuten Überzahl auf die Habenseite der Werdenfelser. In der 49.Minute zeigte Lubor Dibelka viel Geduld und schlenzte den Puck unter die Querlatte zum 3:2. Der Jubel über das Tor war noch nicht verhallt, da schepperte es erneut im Tor von Heilbronn. Benjamin Barz machte das entscheidende 4:2. Die Werdenfelser ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und holten verdient den ersten Dreier der Saison. Das Spiel war Werbung fürs Eishockey – wer nicht im Stadion war, hat definitiv was verpasst.