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2002 - 03

Was zunächst als Sommernachtstraum begann,
mündete in eine neun monatige Eisgala -
die in der Vizemeisterschaft gipfelte.



Im Vorfeld der Saison wurde der SCR von den meisten Experten zum Absteiger gestempelt. Die Abwehr wurde von Beginn an als das Prunkstück hingestellt. Als mögliche Schwachstellen, galten der Torhüter und die ausländischen Stürmer. Die Experten wurden Lügen gestraft.





Die Mischung des Teams, aus jungen Wilden und abgeklärten Routiniers war selten für den Gegner auszuschalten. Coach Peter Gailer leistete ganze Arbeit und führte seine "Buam", dahin wo der Club seit über 20 Jahren nicht mehr gestanden hat. Nämlich in ein Finale um die deutsche Meisterschaft. Der SCR holte den deutschen Vizemeistertitel.

Die Fans feierten die Mannschaft frenetisch und jetzt hoffen alle auf eine Fortsetzung des Traumes.


1.Drittel
Im Frühjahr 2002 begann die Mission Impossible für Ludwig Nominikat. Er schaffte im Sommer das unmögliche und rettete die SCR GmbH vor dem Ende. Im Laufe dieses Prozesses trat ein ausgewanderter Garmisch-Partenkirchner in Erscheinung, der danach als der "Reiche Onkel aus Amerika" bezeichnet wurde. Mit der Bürgschaft in Höhe von Euro 200.000,-- gestellt wurde, war die Rettung des SCR entgültig vollzogen.

Zunächst wurden vom Onkel NHL Granaten vollmundig angekündigt, als die ersten Namen der Ausländer durchgesickert waren, kam die große Ernüchterung und das Hohngelächter der Konkurrenz . Wer in drei Teufels Namen sind T.J. Guidarelli, Dan Bjornlie, Aaron Fox und Matt Murray ? Der einzigste aus diesem Quartett, der einen gewissen Bekanntheitsgrad hatte, war Aaron Fox. Aaron Fox kam von den Richmond Renegades, einem Team aus der East Coast Hockey League und vorher spielte er für das Farmteam der St.Louis Blues in der ECHL. Mittlerweile avancierten diese Drei aus dem Quartett zu absoluten Topspielern der Liga. Aaron Fox verbuchte über 100 Scorerpunkte, T.J Guidarelli zeichnete sich durch seine Schnelligkeit, Spielwitz und Torgefährlichkeit aus und Dan Bjornlie -Mr. "my Body is a Wonderland"- brillierte gerade durch seine Vielseitigkeit. Ob als Verteidiger, Center oder Außenstürmer - immer spielte er abgeklärt, ruhig und machte kaum Fehler. Das einzigste was er wahrscheinlich nicht spielen kann, ist die Position des Torhüters. Das Lachen verging der Konkurrenz sehr schnell. Die US Boys zogen ihr Spiel auf und brachten die gegnerischen Abwehrreihen immer wieder zur Verzweiflung.

Vermeintlich ging der SCR ein Risiko ein, als der ex-Deggendorfner Torhüter Martin Cinibulk verpflichtet wurde. Sehr wenige trauten Martin den Sprung von der Oberliga in die 2.Bundesliga zu. Peppi Heiß war am Anfang von der Saison davon überzeugt, daß er es schaffen würde. Und? Der sympathische Tscheche er avancierte zu einem Publikumsliebling und machte seine Sache hervorragend - der ehemalige deutsche Nationaltorhüter behielt recht.

Das SCR Urgestein - Sepp Lehner war eigentlich schon auf dem Weg nach Berlin, wo er bei den Capitals schon einen Vertrag für die 2.Bundesliga unterschrieben hatte, als er erfuhr, daß die Caps Pleite sind und in der Regionalliga spielen müssen. Dadurch blieb der Routinier dem SCR treu. Hubbi Buchwieser kehrte aus Heilbronn zu seinem Heimatverein zurück, ebenfalls nach langer Wanderschaft wechselte Butzi Gailer vom EHC Freiburg zum SCR zurück.

Als spektakulären Neuzugang konnte Jayson Meyer bezeichnet werden. Der ehemalige Nationalspieler kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken. Adam Smith wurde verpflichtet um den Gegnern das Fürchten zu lehren, was er auch eindrucksvoll demonstrierte - siehe seine Strafzeiten, wobei davon 50% unberechtigt waren.

2.Drittel
Die Saison begann furios, der SCR war die Überraschungsmannschaft. Die gesamte Konkurrenz wartete auf den großen Einbruch, der sollte allerdings nicht kommen und der SCR stand sehr sehr lange an der Tabellenspitze.

Während der Saison war man mit Matt Murray unzufrieden, bei ihm merkte man sehr schnell, daß die 2.Bundesliga teilweise für ihn eine Nummer zu groß war. Es wurde Roger Trudeau aus Bremerhaven im Dezember verpflichtet, der mit guten Statistikwerten im Gepäck nach Garmisch-Partenkirchen kam. In den ersten Spielen dachte man, daß er der Knipser vor dem Tor sei, den man die ganze Zeit vergeblich gesucht hat. Im fast schon legendären Spiel gegen den EV Landshut am 20.12.2002 - das 9:1 für den SCR endete, sammelte Trudeau 4 Scorerpunkte. Aaron Fox, erzielte an diesem Tag einen neuen Ligarekord - er war an immerhin 7 Toren beteiligt. Trudeau konnte seine guten Leistungen die er in den ersten Spielen für den SCR zeigte, kaum wiederholen. Die sportliche Leitung reagierte und hat den befristeten Vertrag nicht verlängert. Für ihn sollte der Finne Jonni Vauhkonen einspringen. Und mit dieser Verpflichtung begann das ganze Schlamassel. Horst Lasse -der Onkel- gab Roger Trudeau einen Kontrakt bis zum Saisonende und der SCR hatte Trudeau nur einen befristeten Vertrag gegeben. Es kam zum Eklat, der darin gipfelte, daß Peppi Heiß - bis zu diesem Zeitpunkt, sportlicher Direktor - von seinem Posten zurücktrat.

Im nachhinein betrachtet, hätte man sich den Knatsch sparen können. Denn Vauhkonen wurde nach drei Spielen wieder heimgeschickt und die beiden vermeintlich aussortierten Akteure - Roger Trudeau und Matt Murray durften sich fortan um die siebte Ausländerstelle streiten.
Vom großen Verletztungspech blieb der SCR weitestgehend in der Saison verschont. Bis auf Butzi Gailer der sich in Weißwasser 28. Dezember eine schwere Rückenverletzung zuzog. Es war ein unglücklicher Check vom Weißwasseraner Gabriel Krüger, dem diese Aktion im nachhinein sehr leid getan hat. Für den Kämpfer Butzi Gailer war somit die Saison beendet.

Im Laufe der Saison wurde ein junger Deutsch-Russe beim SCR vorstellig. Konstantin Firsanow kam zum SCR und mußte zunächst das harte Gailersche Aufbauprogramm über sich ergehen lassen. In einem seiner ersten Spiele in Kaufbeuren schoß er sein erstes Tor für die Blauen, es war im laufe des Spiels nicht nur das erste Tor zu feiern, sondern auch sein erster Hattrick für seinen neuen Club. Peter Gailers Meinung über das Talent ist geteilt: läuferisch und taktisch ist er sehr gut ausgebildet, allerdings hapert es extrem mit der Disziplin.

Positiver Neueinsteiger des SCR war während der Saison - "auf die Sieben" - Uli Maurer. Der sich von der DNL Mannschaft fast reibungslos in die erste Mannschaft integrieren konnte. Zur Belohnung ist er im European Scouting Report für den kommenden NHL Draft erwähnt. Dort wurde vor knapp zwei Jahren Stefan Schauer in der Talente Lotterie von den Ottawa Senators gezogen.

3.Drittel
In den Playoffs blühte Roger Trudeau so richtig auf, er bildete mit Aaron Fox - T.J. Guidarelli eine Supersturmformation. Die nur durch Fouls zu stoppen war. In der ersten Playoffrunde gegen Wolfsburg waren die drei "Amis" für alle 13 Tore verantwortlich.

Das Halbfinale gegen das Team aus Niederbayern - EV Landshut - war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Partie 1 und 2 gewann der SCR - Den vorzeitigen Finaleinzug hätten die Blauen im dritten Spiel Zuhause klar machen können.

Anscheinend stimmte die Einstellung nicht und Landshut führte nach 2 Dritteln mit 4:0. In den letzten 10 Minuten stemmte sich der SCR noch gegen die drohende Niederlage, eine Minute vor Schluß stand es dann auch nur noch 3:4. Es half nichts mehr, Landshut erzielte ein Empty Net Goal, nachdem der Hexer Martin Cinibulk seinen Arbeitsplatz geräumt hatte. Spiel 4 gewann wieder der EVL und jeder dachte, daß es der SCR nicht mehr ins Finale schaffen würde. Mit einem fulminanten Schlußspurt im Spiel 5 der Serie - vor einer Rekordkulisse - wurde der EVL regelrecht aus der Halle geschossen.

Im Finale wartete bereits eine weitere Überraschungsmannschaft, nämlich der EHC Freiburg. Freiburg startete als Siebter in die Playoffs. In der ersten Runde eliminierten sie Bad Nauheim (immerhin Zweiter) und im Halbfinale zeigten sie dem SC Bietigheim (nach der Punkterunde Tabellenerster) seine Grenzen auf.

Leider wurde das Team um Martin in der Finalserie gegen den EHC Freiburg vom Glück verlassen. Im dritten und entscheidenden Spiel um die Meisterschaft fehlten dem SCR gleich sieben Stammspieler. Eine Mannschaft, die die komplette Saison nur mit drei Sturmreihen bestritt, waren so viele Ausfälle nicht mehr zu kompensieren. Abwehrroutinier und Kapitän Sepp Lehner, Christoph Klotz, Roger Trudeau, Martin Hinterstocker, Butzi Gailer, Hubbi Buchwieser und Dan Bjornlie.

Statistik Besonderheiten der Saison
Höchster Sieg:
SCR - Landshut 9:1 (20.12.02)

Schnellstes Tor:
5 Sekunden T.J.Guidarelli (Heimspiel gegen Duisburg 27.10.02)

Spieler mit den meisten Punkten in einem Spiel:
7 - Aaron Fox (Heimspiel gegen Landshut 20.12.02)


Zu- und Abgänge vor der Saison:

Abgänge:
Sami Peltosara (EC Bad Tölz)
Christian Winkler (Sportlicher Leiter EC Peiting)
Christoph Klotz (REV Bremerhaven)
Leonhard Wild (Kölner Haie -DEL)
Stefan Schauer (Kölner Haie -DEL)
Tim Regan (EC Bad Tölz)
Michael Raubal (EC Peiting - Oberliga)
George Kink (EC (EC Peiting - Oberliga)
Markus Draxler (Iserlohn Roosters - DEL)
Andi Pritchard (Karriereende)
Duanne Dennis (ERC Selb - Oberliga)
Jouni Lahtingen (Ziel unbekannt)
Christoph Melischko (ERC Ingolstadt - DEL)
Norm Batherson (EHC Straubing)

Zugänge:
Martin Cinibulk (Deggendorfer EC - Oberliga)
Martin Niemz (EC Ulm - BWLiga)
Christoph Lohr (SCR-DNL)
Andreas Schönmoser (EC Peiting - Oberliga)
Adam Smith (EC Bad Nauheim)
Jayson Meyer (SC Bietigheim)
Tomasz Mieszkowski (ES Weißwasser)
Hubert Buchwieser (Heilbronner EC)
Rene König (SCR-DNL)
Florian Brandl (SCR-1B)
T.J. Guidarelli (Rockford Icehogs - UHL)
Georg Gailer (EHC Freiburg)
Benjamin Hinterstocker (Kölner Haie - DEL)
Florian Vollmer (SCR-DNL)
Dan Bjornlie (Quad City Mallards - UHL)
Aaron Fox (Richmond Renegades - ECHL)
Matt Murray (University of Wisconsin)
Uli Maurer (SCR-DNL)

Zu- und Abgänge während der Saison:

Zugänge:
Jonni Vauhkonen (Ayr Scottish Eagles - Superleague)
Christoph Klotz (REV Bremerhaven)
Konstantin Firsanow (inaktiv - zuletzt Dynamo Ekatirnburg -RU)
Roger Trudeau (REV Bremerhaven)

Abgänge:
Jonni Vauhkonen (Ziel unbekannt)



Auf Seite 2 geht es weiter mit der Einzelspielerkritik

© 2003 fanclub blueangel [pv]



Seite: 2 -

Viele Tops, kaum Flops

Der SCR in Noten: Spieler in Einzelkritik

Quelle GAP Tagblatt vom 25/04/03
Riessersees Mannschaft überraschte die ganze Liga und kam mit begeisterndem Offensiv-Eishockey bis ins Playoff Finale. Peter Reinbold, Silke Jandretzki, Christian Fellner und Jörg Steinhaus nehmen die Spieler in einer Einzelkritik genau unter die Lupe. Der SC Riessersee in (Schul) Noten:

Tor


Martin Cinibulk: Der Beste
in der Oberliga, der Beste auch in der 2. Bundesliga. Der ruhige Tscheche avancierte zum Publikumsliebling und erwies sich als eine der positiven Überraschungen der Saison. Note: 1

Martin Niemz:
Der Ersatz Keeper stand während der Saison nur im letzten Finalspiel eine halbe Stunde lang im Tor — ohne Bewertung.

Verteidigung


Jayson Meyer:
Verteidiger mit exzellenten 0ffensiv Qualitäten; kam nach verhaltenem Beginn richtig auf Touren und war eine der großen Stützen der Mannschaft.
Note: 1,5

Thomas Gödtel:
Kaum Einsätze, ohne Bewertung.

Stephan Wilhelm:
Der Aufsteiger des Vorjahres spielte neben seiner Ausbildung eine mehr als solide Saison.
Note: 2,5

Josef Lehner:
Der Offensivdrang des Kapitäns war weniger ausgeprägt als in den Vorjahren und angesichts der Stürmer auch nicht nötig; Führungsspieler und Bollwerk in der Defensive.
Note: 1,5

Adam Smith:
Der robuste Körperbau des Verteidigers war Fluch und Segen zugleich. Smith räumte auf, kassierte allerdings auch mit die meisten Strafzeiten der Liga; kein Ästhet auf dem Eis, erzielte allerdings relativ viele Tore.
Note: 2,5

Tomasz Mieszkowski:
Leistete mit Florian Storf solide, unspektakuläre Abwehrarbeit.
Note: 3

Florian Storf:
Schaffte nach einer verkorksten Vorsaison ein beachtenswertes Comeback; unauffälliger Verteidiger, der stets zuverlässig seinen Job erledigte.
Note: 2,5

Sturm


Uli Maurer:
Der 18-Jährige nutzte seine Chance und kämpfte sich in die Mannschaft; gewöhnte sich an das rauhe Klima in der 2. Liga, hat Perspektiven.
Note: 3

Florian Schnitzer:
Fleißiger Arbeiter, der sich ganz in den Dienst der Mannschaft stellt.
Note: 3

Hubert Buchwieser:
Fing stark an und baute zum Ende hin etwas ab; nimmermüder Unruheherd, zeitweise bester deutscher Punktesammler.
Note: 2,5

Martin Hinterstocker:
Ewiges Talent, von dem man sich etwas mehr erhofft hätte; seit Weihnachten wegen eines Schienbeinbruchs außer Gefecht.
Note: 4

T.J. Guidarelli:
Schnell, technisch versiert, torgefährlich, exzellenter Schlittschuhläufer — einer der drei Riesserseer US-Juwelen.
Note: 1

Dan Bjornlie:
Ein Alleskönner; der kompletteste Spieler im Kader, der sich für nichts zu schade ist.
Note: 1

Georg Gailer:
Indianer, der für die Häuptlinge die Knochenarbeit vor dem Tor verrichtete; wie wichtig er für die Mannschaft war, merkte man, als Gailer kurz vor dem Jahreswechsel wegen einer schweren Bandscheibenverletzung ausfiel.
Note: 2,5

Benjamin Hinterstocker:
Konnte die Erwartungen, die an einen Ex-DEL-Spieler gestellt werden, nicht ganz erfüllen; überzeugte mehr durch das kämpferische als durch das spielerische Element.
Note: 3,5

Florian Vollmer:
Körperlich noch zu schwach, um sich einen Stammplatz in der Mannschaft zu erkämpfen; ohne Bewertung

Aaron Fox:
Verzauberte die Liga mit seiner Zockerei; Toptorjäger, aber manchmal auch launische Diva.
Note: 1

Matt Murray:
Durchschnitt; zu wenig Qualitäten dafür, dass er eine Kontingentstelle einnahm.
Note: 4

Christoph Klotz:
Der gelernte Verteidiger stellte sich nach seiner Rückkehr während der Saison in den Dienst der Mannschaft und spielte meist in der ungewohnten Stürmerposition; wäre in der Defensive besser aufgehoben.
Note: 3

Roger Trudeau:
Ein Torjäger, kein Techniker; spielte seine Qualitäten leider erst in den Playoffs richtig aus.
Note: 3,5

Konstantin Firsanow:
Ein Talent, das alle Anlagen besitzt, allerdings wenig taktisches Verständnis; eher ein Solist denn ein Mannschaftsspieler; kassierte insgesamt zu viele Strafzeiten.
Note: 3

Jonni Vauhkonen:
Gab nur ein kurzes Gastspiel; ohne Bewertung.

Weiter geht es auf Seite 3 mit dem EishockeyNews Rückblick von Ralph Bader


Seite: 3 -

Eishockey News Spezial Rückblick Saison 2002/2003

Nach zwanzig Jahren im Finale


- Nobodys aus Übersee mischen überraschend die Liga auf -


Quelle EHN von Ralph Bader

Nach zwanzig Jahren ein Finale zu erreichen, war wohl ein sportlicher Höhepunkt, den keiner in wohl seinen kühnsten Träumen vor der Saison erwartet hatte. Der SCR trat mit einer Formation an, von der man überhaupt nicht wußte, wie sie einzuschätzen ist.

Einzig die Defensive war keine Unbekannte, denn dort verließ man sich auf viele Erfahrene Cracks. Daß es am Ende die beste Abwehr mit den wenigsten Gegentoren der gesamten Liga werden sollte war auch ein Verdienst von Torhüter Martin Cinibulk. Er spielte als einziger der gesamten Liga alle Spiele der gesamten Saison und dies mehr als überragend. Cinibulk leistete sich nur ganz wenige Schwachpunkte, wenn überhaupt. Er war auch ein gewisses Risiko, denn der Tscheche kam von einem eher unterdurchschnittlichen Oberligaverein. Belächelt wurde Gesellschafter Horst Lasse bekanntlich bei der Bekanntgabe der Ausländerstellen im Sturm. Es kamen Nobodys aus den untersten Ligen nach Garmisch-Partenkirchen, die wohl ihren Marktwert reichlich nach oben „geschossen” haben. Aaron Fox, TJ Guidarelli und Dan Bjornlie waren US-Boys, die nicht typisch amerikanisch spielten, sondern ihre Stärken in der Technik und im Läuferischen hatten. Die Stürmer hatten den größten Anteil am Höhenflug des SC Riessersee. Sie zelebrierten Eishockey und begeisterten das Publikum, welches in Scharen ins altehrwürdige Olympia-Eissportzentrum marschierten. Mehr als dreimal soviel Besucher kamen auf die gesamte Saison gesehen zu dem Heimspielen.

Ein Verdienst der gesamten Mannschaft aber auch von Trainer Peter Gailer, der als einziger Play-Off Teilnehmer mit drei Sturmreihen über die gesamte Saison agieren mußte. Dies war vielleicht auch der Grund dafür, daß es am Ende nicht ganz zum großen Triumph reichte und „nur” die Vizemeisterschaft heraussprang. Wenn der SC Riessersee in Zukunft weiter ganz oben in der 2. Liga mitspielen will, muß man mit vier kompletten Blöcken agieren, denn sich immer nur auf die Werdenfelser Tugenden Kampfgeist, Teamgeist und Kameradschaft zu verlassen, wird auf Dauer nicht gut gehen. Durch den sportlichen Höhenflug hat sich der SCR wieder viele Freunde im deutschen Eishockey gemacht. Man spricht wieder über das Eishockey des Traditionsvereins.

Unklar ist wieder einmal das „Geschäftsgebaren” außerhalb des Eises. Während der Finalspiele stand leider nicht immer der tolle Sport im Vordergrund, sondern das finanzielle Umfeld. Geld müßte nach dem tollen Erfolg genug vorhanden sein, allerdings scheint man in vielen Dingen falsch kalkuliert zu haben. Warum es am Ende zu einer „Schlammschlacht” zwischen dem Ehepaar Lasse-Danning und Geschäftsführer Ludwig Nominikat kam ist klar. Vieles außerhalb des Eises war auf „Lügen” und „Versprechungen” aufgebaut. Es fehlt die Seriösität und Professionalität in der GmbH. Unstimmigkeiten hätten nicht unbedingt auf dem Rücken der Spieler ausgetragen werden müssen, vor allem wenn man schon von Beginn der Saison an wußte, das es Spieler gibt, die Verträge mit dem „Glamour” aus Hollywood hatten, diese aber von dem Ehepaar nie eingehalten wurden. Hier hätte man gut dran getan, früher aufzuräumen bzw. die Notbremse zu ziehen. Passend ist dafür sicherlich der Spruch, der nach dem verlorenen Finale die Runde machte: „Die Spieler hätten den Titel verdient, die im Büro sicherlich nicht.”


Weiter auf Seite 4 mit allen Spielergebnissen 2002/03->


Seite: 4 -


Um alle Spiele der Saison 2002/03 nachzulesen, genügt ein Klick an dieser Stelle.

.: Spielplan 2002/03 - Punkterunde:.
Mi.
11.09.2002
19:30 Uhr
ESV Kaufbeuren - SC Riessersee
2:4
Fr.
13.09.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - EHC Wolfsburg
4:2
So.
15.09.2002
17:00 Uhr
Lausitzer Füchse - SC Riessersee
3:2
Fr.
20.09.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - ESV Kaufbeuren
5:1
So.
22.09.2002
19:00 Uhr
REV Bremerhaven - SC Riessersee
0:4
Fr.
27.09.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - Heilbronner EC
6:5 n.P.
So.
29.09.2002
19:00 Uhr
Tölzer Löwen - SC Riessersee
2:3
Fr.
04.10.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - EC Bad Nauheim
1:2
So.
06.10.2002
18:00 Uhr
Eisbären Regensbg. - SC Riessersee
2:4
Fr.
11.10.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - SC Bietigheim
3:2n.P.
So.
13.10.2002
17:00 Uhr
ETC Crimmitschau - SC Riessersee
1:0
Fr.
18.10.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - Straubing Tigers
4:1
So.
20.10.2002
18:00 Uhr
Die Wölfe Freiburg - SC Riessersee
6:2
Fr.
25.10.2002
19:30 Uhr
Landshut Cannibals - SC Riessersee
2:0
So.
27.10.2002
19:00 Uhr
SC Riessersee - EV Duisburg
6:1
So.
03.11.2002
19:00 Uhr
EHC Wolfsburg - SC Riessersee
5:1
Di.
05.11.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - REV Bremerhaven
5:3
Fr.
15.11.2002
20:00 Uhr
Heilbronner EC - SC Riessersee
2:3n.V.
So.
17.11.2002
19:00 Uhr
SC Riessersee - Tölzer Löwen
4:2
Di.
19.11.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - Die Wölfe Freiburg
3:2
Fr.
22.11.2002
19:30 Uhr
EC Bad Nauheim - SC Riessersee
3:4n.P.
So.
24.11.2002
19:00 Uhr
SC Riessersee - Eisbären Regensbg.
3:4n.V.
So.
01.12.2002
19:00 Uhr
SC Riessersee - Lausitzer Füchse
6:2
Fr.
06.12.2002
20:00 Uhr
SC Bietigheim - SC Riessersee
5:4n.P.
So.
08.12.2002
19:00 Uhr
SC Riessersee - ETC Crimmitschau
4:3
Fr.
13.12.2002
20:00 Uhr
Straubing Tigers - SC Riessersee
1:2n.P.
So.
15.12.2002
19:00 Uhr
SC Riessersee - Die Wölfe Freiburg
4:3
Fr.
20.12.2002
20:00 Uhr
SC Riessersee - Landshut Cannibals
9:1
So.
22.12.2002
19:00 Uhr
EV Duisburg - SC Riessersee
2:1
Do.
26.12.2002
19:00 Uhr
SC Riessersee - EHC Wolfsburg
2:3n.P.
Sa.
28.12.2002
17:00 Uhr
Lausitzer Füchse - SC Riessersee
2:3
Mo.
30.12.2002
19:30 Uhr
ESV Kaufbeuren - SC Riessersee
1:8
Fr.
03.01.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - Heilbronner EC
3:0
So.
05.01.2003
18:00 Uhr
Tölzer Löwen - SC Riessersee
2:3
Di.
07.01.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - REV Bremerhaven
3:4 n.P.
Fr.
10.01.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - EC Bad Nauheim
3:4 n.V.
Di.
14.01.2003
19:30 Uhr
Eisbären Regensbg. - SC Riessersee
5:4
Fr.
17.01.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - SC Bietigheim
6:1
So.
19.01.2003
17:00 Uhr
ETC Crimmitschau - SC Riessersee
2:4
Fr.
24.01.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - Straubing Tigers
1:2
So.
26.01.2003
18:00 Uhr
Die Wölfe Freiburg - SC Riessersee
4:2
Fr.
31.01.2003
19:30 Uhr
Landshut Cannibals - SC Riessersee
3:2
So.
02.02.2003
19:00 Uhr
SC Riessersee - EV Duisburg
5:3
So.
09.02.2003
19:00 Uhr
EHC Wolfsburg - SC Riessersee
4:3 n.V.
Di.
11.02.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - ESV Kaufbeuren
5:1
Fr.
14.02.2003
20:00 Uhr
Heilbronner EC - SC Riessersee
3:0
So.
16.02.2003
19:00 Uhr
SC Riessersee - Tölzer Löwen
6:3
Di.
18.02.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - Landshut Cannibals
2:1 n.P.
Fr.
21.02.2003
20:00 Uhr
EC Bad Nauheim - SC Riessersee
4:3
Di.
25.02.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - Eisbären Regensbg.
3:5
So.
02.03.2003
19:00 Uhr
SC Riessersee - Lausitzer Füchse
4:1
Di.
04.03.2003
20:00 Uhr
SC Riessersee - ETC Crimmitschau
5:1
Fr.
07.03.2003
20:00 Uhr
SC Bietigheim - SC Riessersee
3:2 n.P.
Fr.
14.03.2003
20:00 Uhr
Straubing Tigers - SC Riessersee
3:5
So.
23.03.2003
19:00 Uhr
EV Duisburg - SC Riessersee
2:3 n.V.
Di.
25.03.2003
20:00 Uhr
REV Bremerhaven - SC Riessersee
5:2
Weiter auf Seite 5 mit der Schlußtabelle und den Playoffs->


Seite: 5 -

SC Riessersee 2002 /03

Platzierung nach der Punkterunde:

Platz
Verein
Sp
T +
T -
P
1
SC Bietigheim-Biss.
56
219
:
182
107
2
EC Bad Nauheim
56
185
:
156
104
3
SC Riessersee
56
193
:
142
102
4
EV Landshut
56
177
:
143
99
5
Heilbronner EC
56
182
:
158
97
6
EHC Wolfsburg
56
179
:
155
93
7
EHC Freiburg
56
227
:
165
93
8
EHC Straubing
56
191
:
176
87
9
EV Duisburg
56
171
:
205
79
10
EV Regensburg
56
180
:
193
78
11
EC Bad Tölz
56
179
:
199
77
12
REV Bremerhaven
56
160
:
186
71
13
ESV Kaufbeuren
56
165
:
217
70
14
ES Weißwasser
56
129
:
192
54
15
ETC Crimmitschau
56
121
:
189
49


PLAYOFFS :

1/4 Finale
SC Bietigheim-Biss. 3 (5:2;4:3;4:3)
EHC Straubing 0
EC Bad Nauheim 2 (7:3;1:3;3:2 n.P.;3:4;3:4)
EHC Freiburg 3
SC Riessersee 3 (5:0;4:1;4:2)
EHC Wolfsburg 0
EV Landshut 3 (3:2n.V.;1:4;4:1;5:2)
Heilbronner EC 1
1/2 Finale
SC Riessersee 3 (5:1;3:2;3:5;1:4;5:2)
EV Landshut 2
SC Bietigheim-Biss. 1 (4:1;1:4;0:6;3:5)
EHC Freiburg 3

FINALE

SC Riessersee 0 (1:2n.P.;2:4;1:5)
EHC Freiburg 3

TEAMSTATS SAISON 2002/03:
Powerplay
PP Situationen
PP Tore
PP %
4 Platz
359
70
19,49
Penalty Killing
PK Situationen
UZ Tore
PK %
4 Platz
366
56
84,69
Zuschauer
Spiele
Gesamt
Schnitt
35
96791
2765



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Weiter auf Seite 6 mit der Spielerstatistik Punkterunde->


Seite: 6 -

.: SCR - Statistik 2002/03 - 2.Bundesliga :.
Position
NR
Name
Nat.:
Spiele
Tore
Assists
Punkte
+-
PIM
GA
GAA
Zeit
SO
Tor
25
Martin Niemz
56
0
0
0
-.-
0
0
0
0
0
29
Martin Cinibulk
56
0
1
1
-.-
8
137
2,40
3417
2
80
Christoph Lohr
0
0
0
0
-.-
0
0
0
0
0
Verteidigung
5
Jayson Meyer [A]
52
9
26
35
-.-
66
10
Thomas Gödtel
49
0
0
0
-.-
2
15
Stefan Wilhelm
48
1
15
16
-.-
41
19
Sepp Lehner [C]
56
8
33
41
-.-
78
24
Adam Smith
51
9
12
21
-.-
221
88
Christoph Klotz
33
4
8
12
-.-
28
94
Tomasz Mieszkowski
56
1
7
8
-.-
56
97
Florian Storf
55
1
3
4
-.-
24
Sturm
7
Uli Maurer
40
2
3
5
-.-
6
14
Florian Schnitzer
52
2
18
20
-.-
52
16
Hubbi Buchwieser [A]
55
17
34
51
-.-
112
20
Florian Brandl
1
0
0
0
-.-
0
22
Martin Hinterstocker
29
3
4
7
-.-
10
27
T.J. Guidarelli
55
29
47
76
-.-
50
28
Dan Bjornlie
56
26
37
63
-.-
62
33
Jonni Vauhkonen
3
1
0
1
-.-
0
37
Georg Gailer
25
6
8
14
-.-
44
38
Benjamin Hinterstocker
53
8
8
16
-.-
38
47
Florian Vollmer
45
0
1
1
-.-
0
76
Aaron Fox
56
39
42
81
-.-
36
78
Matt Murray
35
10
11
21
-.-
60
90
Roger Trudeau
21
10
5
15
-.-
12
98
Konstantin Firsanow
27
7
8
15
-.-
71
Gesamt Zuschauerzahl:
68468
Aktueller Zuschauerschnitt:
2445
Stand: 25.März 2003 (pv - mm)
Tabellendesign: © 2003 fanclub blueangel
Statistik Platzierungen nach der Hauptrunde

Top Scorer
5. Aaron Fox
10. T.J.Guidarelli
20. Dan Bjornlie

Top Verteidiger
6. Sepp Lehner
11. Jayson Meyer

Spieler-Strafen
1. Adam Smith

Unterzahl-Tore
1. T.J. Guidarelli - 7
2. Aaron Fox -5

Top-Torhüter
3. Martin Cinibulk



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Seite: 7 -

.: SCR - Statistik 2002/03 - 2.Bundesliga Playoffs:.
Position
NR
Name
Nat.:
Spiele
Tore
Assists
Punkte
+-
PIM
GA
GAA
Zeit
SO
Tor
25
Martin Niemz
11
0
0
0
-.-
0
1
1,94
31
0
29
Martin Cinibulk
11
0
0
0
-.-
0
25
2,35
639
1
80
Christoph Lohr
0
0
0
0
-.-
0
0
0
0
0
Verteidigung
5
Jayson Meyer [A]
11
3
4
7
-.-
10
10
Thomas Gödtel
11
0
0
0
-.-
2
15
Stefan Wilhelm
11
0
0
0
-.-
2
19
Sepp Lehner [C]
8
1
2
3
-.-
2
24
Adam Smith
10
1
9
10
-.-
22
88
Christoph Klotz
6
0
0
0
-.-
6
94
Tomasz Mieszkowski
11
0
0
0
-.-
18
97
Florian Storf
11
0
0
0
-.-
2
Sturm
7
Uli Maurer
9
2
0
2
-.-
4
14
Florian Schnitzer
11
0
2
2
-.-
4
16
Hubbi Buchwieser [A]
10
2
2
4
-.-
35
18
Rene König
0
0
0
0
-.-
0
20
Florian Brandl
0
0
0
0
-.-
0
22
Martin Hinterstocker
8
0
0
0
-.-
0
27
T.J. Guidarelli
11
4
14
18
-.-
12
28
Dan Bjornlie
10
2
2
4
-.-
33
33
Jonni Vauhkonen
0
0
0
0
-.-
0
37
Georg Gailer
0
0
0
0
-.-
0
38
Benjamin Hinterstocker
11
0
2
2
-.-
0
47
Florian Vollmer
11
0
0
0
-.-
0
76
Aaron Fox
11
9
14
23
-.-
10
78
Matt Murray
3
0
3
3
-.-
6
90
Roger Trudeau
9
8
8
16
-.-
4
98
Konstantin Firsanow
11
2
2
4
-.-
22
Gesamt Zuschauerzahl:
28323
Aktueller Zuschauerschnitt:
4046
Stand: 23.April 2003 (pv - mm)
Tabellendesign: © 2002/03 fanclub blueangel
Statistik Platzierungen in den Playoffs

Top Scorer
1. Aaron Fox
2. T.J.Guidarelli
3. Roger Trudeau
10. Adam Smith

Top Verteidiger
2. Adam Smith
5. Jayson Meyer

Spieler-Strafen
4. Hubbi Buchwieser
5. Dan Bjornlie

Top-Torhüter
2. Martin Cinibulk




-- pArt 1.03 © Thomas Ehrhardt, 2002-2005 --