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2000 - 01 - Seite 1

SC Riessersee 2000 /01

 

Zu- und Abgänge vor der Saison:

Abgänge: Tom O'Grady (Ziel unbekannt)
Mark Zdan (Ziel unbekannt)
Harti Wild (Moskitos Essen DEL)
Florian Brandl (EC Peiting)
Joschi Golonki (Trainer)


Zugänge: Peter Kathan (Trainer)
Alex Jung (Förderlizenz Eisbären Berlin / Erding)
Jarno Peltonen (Nürnberg Ice Tigers)
Norm Bartheson (Hamburg Crocodiles)
Frank Hohenadl (SBR)
Andi Brockmann (DEG)
Christian Winkler (Geretsried)

Zu- und Abgänge während der Saison:

Abgänge: Alex Jung (26.08.00 - wurde von den Eisbären zurückbeordert)
Jarno Peltonen (05.12.00 - aus familiären Gründen Wechsel zu Ilves Tampere)
Sami Wahlsten (12.12.00 - Vertrag wurde wieder gelöst - wechselte nach Italien)
Michi Pump (03.01.01 - Rücktritt vom aktiven Sport)

Zugänge: Stefan Endrass (Tus Geretsried)
Sami Wahlsten (06.12.00 - PiTa Helsinki)
Rod Hinks (14.12.00 - Phoenix Mustangs)
Alex Jung (17.03.01 - Förderlizenz von den Eisbären)

Vor Beginn der Saison war der Hoffnungsträger Jarno Peltonen, der von den Nürnberg Ice Tigers kommend, für die nötigen Vorlagen bzw. Tore sorgen sollte. Endlich ein legitimierter Nachfolger von Dale Derkatch, so dachten alle.
Die Planungen von Trainer Peter Kathan und die Hoffnungen der Fans wurden von einem Verteidiger des EC Bad Tölz jäh zerstört, als er in einem unwichtigen Vorbereitungsspiel am 19.08., Jarno Peltonen für längere Zeit ins Krankenhaus befördert hatte. Der Finne konnte nie Beschwerde frei für den SCR spielen und auch in Finnland hatte er noch Probleme mit seinem Knie. Mit Norm Batherson konnte vor der Saison ein starker kanadischer Center von den Hamburg Crocodiles verpflichtet werden, in erster Linie profitierte Duanne Dennis von seinen Zuspielen und von seinem Defensivverhalten. Die beiden haben sich auf dem Eis fast blind verstanden. Für die Defensivabteilung wurde Frank Hohenadl verpflichtet, er war bereits in der DEL Saison 95/96 im Trikot der Werdenfelser auf dem Eis (eigentlich mehr auf der Strafbank mit 114 Minuten) aktiv.

Das alles wäre nur Makulatur, wenn nicht Sami Peltosara zwischen den Pfosten gestanden hätte. Er trieb gegnerische Stürmer reihenweise mit seinen Reflexen zum Wahnsinn. Und wäre er im ersten Playoff-Spiel gegen den ECT, vom Verletzungspech verschont geblieben, hätte eventuell der Finalgegner des ERCI nicht ECT sondern SCR geheißen. Für seine phänomenalen Leistungen wurde Sami von den Fans, zum wertvollsten Spieler 2000/01 gewählt.

Peter Kathan konnte nur ganz selten mit einem kompletten Kader spielen. Das sollte sich wiederum als Vorteil entpuppen, da junge einheimische Akteure die Chance bekamen, sich zu profilieren. Stefan Schauer nutzte seine Chance, er spielte quasi ein komplette Saison in der 2.Bundesliga und war bei der U18 Junioren WM in Finnland einer besten deutschen Verteidiger. Das hatte zur Folge, daß Scouts aus der NHL auf ihn aufmerksam wurden. Im Draft 2001 wurde der gebürtige Schongauer in der 5.Runde von den Ottawa Senators gezogen. Er wurde zum Beispiel vor dem Mannheimer Supertalent Seidenberg ausgewählt.
Christoph Klotz und Martin Hinterstocker konnten sich ebenfalls in der Liga einen Namen machen und man kann sich einen SCR ohne sie nur schwer vorstellen.

Kurz vor und während der Playoffs schlug das Verletzungspech noch mal richtig zu. Im letzten Spiel vor den Playoffs, hat sich Frank Hohenadl so schwer verletzt, daß er nur noch zum zuschauen verdammt war. Andi Brockmann war immer wieder zwischendurch verletzt, so daß der Ex Nationalspieler nur in 32 Spielen für den SCR auflaufen konnte, in der Endrunde konnte er überhaupt nicht mehr eingreifen. Die allerdings schwerwiegendste Verletzung zog sich Sami Peltosara im ersten Playoff Spiel in der 3.Minute zu. Er hielt zwar das gesamte Spiel durch und brachte mit seinen Paraden Yannick Dube und Co des öfteren zur Verzweiflung. Nur einmal musste er die Scheibe aus dem Netz holen. Nach dem Spiel kam die Ernüchterung, Bänderriß (stammte von der Verletzung aus der 3.Minute) - Saison für ihn damit beendet.
Weitere Verletzungen in den Playoffs: Christian Mayr zog sich im 4.Playoff Spiel eine schwere Knieverletzung zu. Hubbi Buchwieser verlor im selben Spiel 4 Zähne, er konnte allerdings im letzten Spiel wieder auflaufen. Rod Hinks zog sich eine Beckenprellung zu und er konnte "Gott sei Dank" die Zähne zusammen beißen und spielte ebenfalls weiter. Duanne Dennis spielte im letzten Spiel mit schmerzstillenden Spritzen, sein Knöchel ist so stark angeschwollen, daß er nur mit größter Mühe seinen rechten Schlittschuh anziehen konnte. Es wäre, wie bereits erwähnt, mehr drin gewesen. Kein Fan war mit dem Abschneiden unzufrieden und es wurde nach dem Spiel in Tölz skandiert:

WIR SIND STOLZ AUF UNSER TEAM.


Von der GmbH wurde als eines der Hauptziele ausgegeben, wieder mehr Zuschauer zu gewinnen. Das Team um Sepp Lehner tat alles dafür, spielte in der eigenen Halle so dominierend wie lange nicht mehr, doch die Bewohner des Kreisortes sind in ihrer Lethargie wie eh und je. Die meisten Zuschauer wohnen nicht in Garmisch-Partenkirchen, sondern verteilen sich bis nach München. Es ist eigentlich sehr schade, daß ein solcher Traditionsverein im Heimatort von den meisten Bewohnern ignoriert wird. Hoffentlich kassiert der Ort nicht in Zukunft die Quittung, daß der Werbeträger Nr. 1 für den Kreisort von der Eishockeylandschaft verschwindet.


Die Profis hatten Pech, dafür konnte die DNL Mannschaft am 17.3.2001 (u.a. mit Markus Kink, Florian Vollmer, Christoph Melischko, Martin Niemz, Uli Maurer nur um ein paar Stützen der Mannschaft zu nennen) drei Spieltage vor Schluss der Saison den 1.DNL Meistertitel einfahren. Die Kölner Haie wurden mit 9:5 Sieg vom Eis gefegt und die fehlenden Punkte konnten eingefahren werden. Eine Superleistung des Teams von Alfred Weindl.



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Autor: Bäda 0 Kommentare Druckansicht
Letzte Änderung: 10.03.2003, 20:00 Angesehen: 10768
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