Pressemitteilung der SCR Geschäftsstelle

In den vergangenen Wochen hat eine engagierte, kleine Gruppe aus Sponsoren, Gönnern und Unterstützern mit den Verantwortlichen des SCR Tag und Nacht daran gearbeitet, ein Rettungskonzept für den SCR aufzustellen. Dieses Konzept wurde am Donnerstag, den 21.06.2018, im Rahmen der Lizenzierungsprüfung zur Teilnahme am DEL 2- Spielbetrieb der ESBG mbH der DEL2 präsentiert.
Das Konzept sieht u.a. eine Entschuldung des SCR vor, um ohne Altlasten einen Neustart zu schaffen. Kern dieser Entschuldung ist ein Schuldenschnitt, der den Gläubigern des SCR angeboten wurde und in dessen Rahmen insbesondere die Lieferanten und Behörden auf 50% verzichten müssen.
Unter der Bedingung, dass dieser Schuldenschnitt zustande kommt, wurden ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um die verbleibenden Altschulden begleichen zu können und die neue Saison finanziell abzusichern.
Das Angebot zum Schuldenschnitt wurde zwischenzeitlich von nahezu allen Gläubigern angenommen; das Entgegenkommen dieser Gläubiger war uns stets ein Ansporn, nicht aufzugeben, sondern immer weiterzumachen.
Allerdings liegt noch nicht von jedem Gläubiger die Zustimmung vor.
Da die größten Gläubiger – wie in solchen Situationen üblich – darauf bestehen, dass keiner eine Vorzugsbehandlung erhält, kann das Sanierungskonzept nur umgesetzt werden, wenn alle betroffenen Gläubiger diesem zustimmen.
Die Rückmeldung der DEL2 zu unserem Plan war durchaus positiv, allerdings muss – verständlicherweise – vor einer möglichen Lizenzvergabe klar sein, dass der Schuldenschnitt gelingt und alle Gläubiger diesen mittragen. Da die Liga Ende nächster Woche die finale Entscheidung über die Vergabe der DEL2 Lizenzen trifft, muss dieser Nachweis bis Mitte kommender Woche erbracht werden.
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, mit den verbleibenden Parteien eine Einigung herbeizuführen und werden die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit über die Ergebnisse dieser Gespräche informieren.
Uns ist bewusst, dass wir eine große Verantwortung tragen, dass wir es den Fans, Sponsoren, Spielern und allen Unterstützern, Geldgebern und Beteiligten schuldig sind, uns bis zum letzten Tag der von der Liga gesetzten Frist mit aller Kraft für die Rettung des SCR einzusetzen.

Wir können daher nur an alle appellieren, deren Entscheidung noch aussteht, den letzten Schritt zu gehen und ihre Zustimmung zum Sanierungspaket zu geben.

Wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass letztlich jeder Beteiligte erkennt, dass ein Weiterbestehen des SCR besser ist, als die unausweichliche Konsequenz – eine Insolvenz des SCR. Denn damit würde nicht nur ein Stück Garmisch-Partenkirchener Geschichte verschwinden, sondern auch ein Arbeitgeber, Kunde und Steuerzahler. Dadurch gäbe es am Ende nur Verlierer.